


Wie sagt man so schön, die Welt ist klein. Und so kam es, daß ein Junge und ein Mädchen die gleich gestrickt waren, aber 2 Kilometer entfernt voneinander aufwuchsen sich per Zufall im Erwachsenenalter kennenlernten und ineinander verliebten. Das Endergebnis kann man ja jetzt sehen, das Exotic-Haus mit allem drum und dran – aber wir sind ja noch nicht am Ende der Geschichte, und natürlich fing alles ganz anders an…. |
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Als erstes hielten wir auf unserem Balkon einer Münchener Wohnung 2 weiße Farbmäuse (- eigentlich wollte ich immer eine Schlange oder eine Ratte haben, aber das verbot mir Manuela…) Wie es bei Mäusen so ist wurden aus den 2 im Handumdrehen 13 Stück, die es sich in 3 Blumenkästen des Balkons gemütlich gemacht hatten und denen es dort auch an nichts mangelte. |
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Später wurden sie durch Chinchillas abgelöst. Doch leider bekam ich eine Allergie, weshalb wir auf Hasen umstiegen – allerdings fanden diese so großen Anklang bei unseren Nichten, das sie dort ihr Glück fanden. Dann kam die Katze Minka, die uns 2 Jahre lang überall hin – und ich meine wirklich überall hin – begleitete, sei es ins Autokino, in den Park oder zu Freunden – sie war wie ein Hund, folgte uns auf Schritt und Tritt. Diesmal war es dann Manuela, die eine Allergie entwickelte und so durfte Minka den Rest ihrer Tage bei Manuelas Mutter verbringen. |
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Als wir Bayerns Hauptstadt München verließen und wieder nach Niederbayern zogen, wohnten wir als Mieter auf einem Bauernhof – mit 120 Schweinen unter unserem Schlafzimmer…. – da braucht man keine Haustiere mehr…. |
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Das hielt mich aber trotzdem nicht ab, immer mal wieder in Zoogeschäfte zu gehen und eines Tages entdeckte ich in einer Ecke ein kleines Büchlein, das wahrscheinlich schon Jahre dort lag, denn als ich den Ladenbesitzer drauf ansprach, schenkte er es mir sogar. Dieses Heftchen war das erste Schlangenbuch (Taschenheft) das ich über Schlangen je gesehen hatte. Auf einer Seite des Büchleins war ein Bild einer Indigonatter – die gefiel mir so gut, dass ich Manuela die nächsten Jahre traktiert habe, dass sie mir diese eine Schlange doch erlauben solle…. |
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| Indigonatter | |||
Und eines Abends gab sie tatsächlich nach! – Und ich fing am darauf folgenden Morgen sofort an, ein riesiges Terrarium zu mauern, und als Manuela nach der Arbeit nach Hause kam, stand da das riesige Teil. Sobald folgte der Einzug zweier Kornnatterbabys, für die das riesige Terra aber viel zu groß war. Deshalb kamen sie in ein Glasaquarium mit einem Pappdeckel, in dem eine Kunststoffpflanze eingesteckt war. (Den heutigen Wissensaustausch via Internet gab es damals ja noch gar nicht) |
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| Kornnattern | |||||
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| Let´s make love... | Schildkröte + Minischwein on Tour |
Schildkröte bei Ablage |
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| Manu mit Pantherschildkröten | Herrin der Schildkröten... |
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Seit der Zeit haben wir uns jeden Traum den wir bezüglich Tieren hatten, erfüllt. Wir züchteten Lampropelten, | ![]() |
Kornnatterbabys |
Stirnlappenbasilisk |
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| Tigerpythons, Stirnlappenbasilisken, Kornnattern, Bartagamen, Schildkröten, Spinnen, etc ........... | |||||||
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| Tigerpython auf Gelege | Bartagame beim Schlupf | schlüpfende Bartagamen |
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Lasiodora parahybana mit Kokon |
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Durch unser damals ausgefallenes Hobby kamen wir natürlich mit vielen Leuten zusammen die das gleiche Hobby hatten, und noch irgendein ausgefallenes Tier wie z.b. Stinktiere, Minischweine oder Emus… | ![]() |
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Herbert mit Iguanas |
Im Haus der Natur, Salzburg |
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...und natürlich konnten wir die Finger von dem einem oder andern Tier auch nicht lassen… plötzlich hatten wir Stinktiere und züchteten diese auch. (Besonders Stolz sind wir auf ein Pärchen das wir damals nach Finnland verkauft hatten, da gab es damals noch keine Skunkhalter, aber das hat sich dann dank unserer Zucht geändert.Und auch der Autor des allerersten deutschsprachigen Buches über Stinktiere -"Stinktiere zu Hause" hatte sein erstes Tier von uns bekommen.) |
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Später hatten wir für kurze Zeit einen Waschbären für einen Freund gepflegt und zu unseren Zoo kamen noch 2 Minischweine (Lulu und Rudi). |
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| Zu unserem Glück fehlte uns noch ein Hund - Tina, die uns 13 Jahre mit ihrer Anwesenheit erfreute. Daß sie ein heimliches Verhältnis mit Nachbars Bernersenner hatte, haben wir erst gemerkt als sie trächtig war und uns dann mit 9 ungewollten Welpen überraschte…. Nach dem sie dieses Verhältnis beendet hatte, sprang ein anderer Nachbarshund über unseren Zaun und wollte uns wieder seine Nachkommen überlassen - Gottseidank haben wir es früh genug gemerkt und konnten schlimmeres verhindern… |
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1998 verletzte ich mich an der rechten Hand so schwer, daß ich meiner Tätigkeit als Fliesenleger nicht mehr nachgehen konnte. - Nein, das Bild zeigt nicht die damalige Verletzung, aber es paßte gerade so schön in den Text hier. Auf dem Bild ist der Biß eines Tigerpythons zu sehen, auch so etwas kann im Laufe der vielen Jahre Reptilienhaltung schon einmal passieren. Da mir zur damaligen Zeit kein Arzt sagen konnte, ob ich jemals wieder in meinen Beruf zurück kann, habe ich mich kurzer Hand entschlossen, das Hobby zum Beruf zu machen und eröffnete das Das untere Bild ist nun das Richtige mit der damaligen Verletzung und zeigt Herbert alias "The Cobra-Hand Brunner" mit Tigerpython Buarle. |
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| ..apropos Buarle - dieser ziert auch den Zeitungsarktikel über das |
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| Hier ein Auszug aus dem damaligen Artikel: | |||
| Osterhofen. Hunde und Fische haben sie zwar auch, doch die besondere Zuneigung von Manuela und Herbert Brunner gilt ihren anderen "Haustieren" - den Vogelspinnen, Schlangen, Echsen, Waranen und vorallem ihrem "Buarle", einem vier Meter langen weißen Albino-Tiger-Python. | |||
| Das "Exotic-Haus" am Rosenweg sieht von außen wie ein ganz normales Wohnhaus mit kleinem Vorgarten aus. U die Ecke geht es in den Keller und hier betritt der Besucher eine völlig andere Welt ... Tropische Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit treiben den Schweiß binnen weniger Minuten aus allen Poren... doch für die exotischen Tiere, die hinter Glas in sauberen, ihrer natürlichen Umgebung angepaßten Terrarien leben, sind solche Bedningungen optimal, ja überlebenswichtig. | |||
| Herbert Brunner weiß genau, was jeder einzelne seiner Lieblinge braucht. Der 30jährige Osterhofener war schon als Bub von Reptilien fasziniert und wollte gar "ein zweiter Grzimek" werden. Während seine Freunde Vögel in Käfigen und Fische in Aquarien hielten, war Herbert von Tieren begeistert, vor denen sich die meisten Menschen ekeln und fürchten. "Es ist der Reiz des Unbekannten, des Unberührbaren", erzählt der Autodidakt heute. "Eine Schlange ist zwar kein Schmusetier, aber nicht gefährlicher als ihr Besitzer. Das ist wie bei Kampfhunden." | |||
| Als eine schwere Verletzung am Arm den gelernten Fliesenleger außer Gefecht setzte, nützte Herbert Brunner im März die Gelegenheit, um sein Hobby zum Beruf zu machen und das "Exotic-Haus" am Rosenweg zu eröffnen. Das war leichter gedacht, als umzusetzen: Zwei Jahre mußte er mit den Behörden kämpfen und erst als sich MdB Bruni Irber für sein Anliegen in Bonn stark machte, bekam er die Genehmigung. | |||
"Es bestehen noch immer gewaltige Vorurteile gegen Reptilien, weil viel zu wenig Aufklärung betrieben wird", betont er. "Dabei ist durchaus ein Bedarf gegeben. Man glaubt gar nicht, wieviel Leute in unserem Raum sich Echsen oder Schlangen halten."
Brunner bekommt seine Tiere durch Ankauf oder Tausch mit Gesinnungsgenossen von der DGHT, der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde, die weltweit über 6000 Mitglieder hat. Seit 1994 züchtet er auch selbst. Dabei simuliert er, wenn´s sein muß, seine Schlangen selbst zur Paarung. "Bei meinen Indigonattern habe ich einfach ihre Liebesbewegungen nachgeahmt, bis sie bereit waren", freut er sich über den gelungenen Zuchtversuch. |
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Hygiene wird deshalb im "Exotic-Haus" groß geschrieben. In den etwa 30 Terrarien befinden sich Kriechtiere aus allen Herren Länder: Kornnattern aus USA, Wasseragamen aus Süd-Ost-Asien und australische Kragenechsen, Skorpione, Feuersalamander, Frösche, Schildkröten und Vogelspinnen. Bei vielen Glaskästen muß man mehrmals hinsehen, um im Dickicht der Dschungelpflanzen überhaupt etwas erkennen zu können: Beim "wandelnden Blatt", einem Insekt aus dem Regenwald, ist die Tarnung so perfekt, daß es von einem Pflanzenblatt kaum mehr zu unterschieden ist. |
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Die Preise beginnen bei 20 Mark, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Doch so einfach kann man im "Exotic-Haus" keine Schlange kaufen: Herbert Brunner sieht sich seine Kunden und ihr Terrarium genau an, schließlich sollen seine Tiere in ein gutes Zuhause kommen. Und wer eine Schlange haben will, nur weil er sich einen "Kick" davon verspricht, der wird gleich wieder weggeschickt... |
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Mittlerweile kann ich wieder Fliesenlegen und bin auch in diesem Berufszweig selbstständig, denn unseren Unterhalt allein mit dem Exotic-Haus zu bestreiten ist zur Zeit unmöglich aber wir arbeiten daran, dieses möglich zu machen – denn Träume sollte man verwirklichen… Leider haben wir nicht alles auf Fotos festgehalten, aber dennoch haben wir einiges gesichert und so entstand dieser kleine Review über das |
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